, Hösli Elias, HERREN 1

Niederlage zum Jahresbeginn...

Unser Fanionteam muss im ersten Spiel des neuen Jahres gegen starke Grabser als Verlierer vom Feld...

Am vergangenen Samstag startete unser Fanionteam nach der wohlverdienten Winterpause wieder in die Meisterschaft. Um 17:00 bei dichtem Schneetreiben trafen die Glarner auf den Tabellenzweiten aus Grabs. Im Hinspiel konnten die Hurricanes in der Verlängerung überraschend gewinnen – entsprechend hatten die Rheintaler noch eine Rechnung offen.
Der Start in die Partie gelang den Hausherren dann auch absolut nach Wunsch. Die frühe und vehemente Störarbeit der Gäste konnte in der Anfangsphase ohne grössere Probleme überwunden werden – ja mehr noch: immer wieder gelang es durch schnelles und präzises Kurzpassspiel den Gegner selbst unter Druck zu setzen. Nach gut fünf gespielten Minuten dann erneut ein solch zügig vorgetragener Angriff der Glarner. Man konnte sich dann auch gleich etwas in der Offensive festsetzen und den Druck aufs Gästetor immer mehr erhöhen, bis schliesslich Jonas Hösli den freistehenden Luca Wiederkehr bediente und dieser kalt wie eine Hundeschnauze zum 1:0 für seine Farben einschob! In der Folge kamen dann aber auch die Gäste immer wieder zu vielversprechenden Chancen, bis dann nach rund zehn Minuten eine gegnerische Angriffswelle nicht mehr gestoppt werden konnte und der 1:1 Ausgleich hingenommen werden musste. Doch die Glarner dachten nicht im Traum daran, dem klaren Favoriten nun die Bühne zu überlassen – im Gegenteil! Munter kombinierten die Hausherren weiter und setzten damit auch immer wieder offensive Nadelstiche. Wieder rund fünf Minuten nach dem letzten Treffer wurde es erneut brandgefährlich: auf Zuspiel von Stürmer Nico Lehmann fasste sich Verteidiger Simon Löffler ein Herz und zog aus dem Hinterhalt einfach mal ab – und sein Mut wurde prompt belohnt, denn sein platziertes Geschoss fand den Weg vorbei an Mitspieler wie Gegner und zappelte nur wenig später in den Maschen des Gästetors zur abermaligen Glarner Führung. Doch auch die Gäste liessen sich offensiv weiter nicht lumpen und machten weiter Druck, bis schliesslich der erneute Ausgleich fiel. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und die beide Seiten kamen immer wieder zu sehenswerten Aktionen. Kurz vor Drittelsende dann ein weiter Lupfer der Gäste, welcher zur perfekten Vorlage für einen enteilten Stürmer wurde und letztlich die erstmalige Gästeführung zur Folge hatte.
Im zweiten Umgang übernahmen die Rheintaler dann aber immer mehr das Spieldiktat und die Hurricanes sahen sich grossmehrheitlich mit Defensivarbeit konfrontiert. Doch über weite Strecken funktionierte das Defensivgerüst der Hausherren sehr zuverlässig und die Gäste konnten ihre drückende, spielerische Überlegenheit nicht in Zählbares ummünzen. Es brauchte da schon einen groben Schnitzer im Glarner Aufbauspiel, dass ein weiterer Treffer – zu Gunsten der Grabser – doch noch fiel. Das war es dann bereits auch schon bezüglich Zählbarem aus dem Mitteldrittel. Generell wurde das Spiel leider immer ruppiger und es galt, trotz teils unschönen Aktionen, den Fokus aufs Spiel nicht zu verlieren.
Im letzten Drittel war vom Heimteam dringend eine Reaktion gefordert, wollte man dieser Affiche doch was Zählbares abgewinnen. Und die Hurricanes hatten nun auch wieder sichtlich mehr vom Spiel, doch just in diesem Glarner Aufbäumen schockte ein weiterer Grabser Treffer die gut gefüllte Sporthalle in Schwanden mit dem 2:5. Doch auch jetzt waren bei den Wirbelwinden keinerlei Anzeichen von Aufgeben oder Ähnlichem zur erkennen – im Gegenteil: die Glarner stürmten weiter an, bis Sandro Zanoni auf dem Flügel auftauchte und energisch Richtung Gästetor stürmte. Eiskalt und gewohnt souverän versenkte Zanoni das Runde im Eckigen und brachte damit rund zwölf Minuten vor Schluss die Hoffnung auf Seiten des Heimteams wieder zurück. Dieser Treffer motivierte die Hurris sichtlich noch mehr und es folgten wieder vermehrt gute Möglichkeiten der Hausherren – nur wenige Zentimeter fehlten zum Beispiel beim Abschluss von Wiederkehr, sein Schuss prallte nämlich von der Querlatte unglücklich zurück ins Feld. Dann mussten sich die Glarner auch noch mit einem Mann weniger zur Wehr setzen – und überstanden diese heikle Phase auch schadlos. Doch das grössere Problem war mittelweile, die doch schon sehr fortgeschrittene Spielzeit. So blieb dem Heimteam einmal mehr nur die «Alles oder Nichts-Option», hiess: Goalie raus und sechster Feldspieler rein. Trotz numerischer Überlegenheit gelang es aber nicht mehr, entscheidend Druck zu machen schlimmer noch – die Grabser machten mit einem Treffer ins verwaiste Glarner Gehäuse und dem 6:3-Schlussresultat definitiv alles klar.
Alles in allem muss man festhalten, dass die Grabser heute deutlich das bessere Team waren, wenngleich phasenweise einmal mehr nicht viel gefehlt hat zu einem überraschenden Punktgewinn gegen einen klar favorisierten Gegner. Doch es bleibt keine Zeit, Trübsal zu blasen, denn bereits am kommenden Samstag bietet sich den Wirbelwinden die Chance auf weitere Punkte: wieder um 17:00 in Schwanden treffen die Hurricanes auf die Kadetten aus Schaffhausen – bereits im Hinspiel eine super enge Kiste, wird auch am Samstag eine Partie auf Messers Schneide erwartet – sei dabei und unterstütze unsere Jungs im Kampf um weitere wichtige Punkte!
 
 
Hurricanes Glarnerland Weesen – UH Rangers Grabs-Werdenberg             3:6       (2:2 / 0:2 / 1:1)
Tore: 6’ Wiederkehr (J. Hösli) 1:0, 11’ Grabs 1:1, 15’ Löffler (N. Lehmann) 2:1, 19’ Grabs 2:2, 22’ Grabs 2:3, 40’ Grabs 2:4, 46’ Grabs 2:5, 48’ Zanoni 3:5, 60’ Grabs 3:6 (EN)
Strafen: 1 Mal 2’ gegen Hurricanes, 0 Mal 2’ gegen Grabs
Bester Spieler Hurricanes: Simon Löffler
 
Hurricanes Glarnerland Weesen:
P. Hösli (TW), Heierle (TW)
Gächter, E. Hösli, Wiederkehr, J. Hösli, Hefti
M. Winteler, Zweifel, Schlittler(C), Zanoni, P. Winteler
Löffler, Steiner, Schneider, Hugelshofer, N. Lehmann
Jenny, L. Regen, T. Kamm, Wild
 
Bild: Simon Löffler